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Preisträger

Mit stolz präsentieren wir Euch die Gewinner aus allen Kategorien.

Preisträger Jugendkunstpreis 2007 der LKJ Sachsen "Wahn.Sinn.Leben"

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Bildende Kunst

Jury: Uta Schlenzig, Franz-Werner-Rautenstock, Karoline Schierz

1. Platz
5. und 6. Klassen der Europäischen Mittelschule Neukirchen für die Beiträge "Höhlenmalerei" und "Roboter"

"Jeder Mensch ist ein Künstler" (Josef Beuss)

Kunst ist nicht lernbar. Aber sie kann angeregt und begleitet werden. Ausgangspunkte sind Geschichten aus der Vergangenheit und der Zukunft. Sie schaffen ein Klima , in dem Kinder Lust bekommen, sich kreativ bildnerisch zu äußern. Mit selbstgemachten Erdfarben werden Fische, wilde Tiere, Mammuts und Jagdzeichen aufs Papier gebracht. Eine Zeitung erzählt von der Vergangenheit. "Wir sind die Roboter." Kreativ und experimentell geht es mit Kreide, Schere, Kleber auf farbigem Karton los. Es begegnen sich Roboter von der Erde und unbekannte Außerirdische aus der Zukunft.


1. Platz
die Gruppe "Bildende Kunst" am Kulturhaus Aue für das Bild "Quo vadis? - Wohin gehst du?"

"Wolken sind keine Kugeln, Berge sind keine Kegel, Küsten sind keine Kreise, Rinde ist nicht glatt; und auch der Blitz bildet keine Gerade." Benoit Mandelbrot

Ein junges Mädchen und ein junger Mann malen gemeinsam ein großes Bild. Sie zeigen uns den Weg zwischen Leben und Sinn. Dazwischen liegt der Wahn. Auf wunderbare Weise offenbaren sie uns einen Einblick in ihre Welt.

2. Platz
die Gruppe der Klasse 5a des Gymnasiums Großröhrsdorffür den Beitrag"Lachen macht Spaß"

"Ich glaube nicht mehr, ich gucke nur noch hin." Horst Janssen

Und da ganz plötzlich sind sie vor uns: Kinderporträts, die anstecken mit ihrer Heiterkeit. Kleine Persönlichkeiten und Typen mit starkem Charakter. Wer möchte nicht noch mal Kind sein?


3. Platz
Helene Meier, Plauen, für das Bild "Das Leben In Sich, Beim Waschen"

"Die Person sind immer drei: mein ICH, mein natürlicher Leib und die anderen, vor denen ich eine Rolle spiele." Bazon Brock

Kraftvoll zeigt Helene Meier die Widersprüchlichkeit vom Wunder werdenden Lebens, den eigenen Wünschen und äußeren Erwartungen. Sie benutzt Öl und Terpentin auf Leinwand und verbindet ihre anatomischen Zeichenstudien mit altmeisterlicher Malweise.

lobende Erwähnungen
Sofia Löser aus Chemnitz für ihre Bilder mit dem Titel "WAHNSINNig LEBENdig"

Können Farben Emotionen heraufbeschwören, ohne Bilder in Erinnerung zu rufen? ... "Ich habe nichts dagegen, wenn man die Farben zu fühlen glaubt." J.W.Goethe Farbige Flächen treffen auf die Leichtigkeit der Linien und spielen miteinander. Es geht nicht um den Inhalt, sondern um die Form und die Intuition.

die Gruppe Klopp-Holz aus Johanngeorgenstadt für den Beitrag "Wahnsinn-Leben" (Holzschnitzereien auf dem Erzgebirgskamm)

"Die Vorhersage lautet: Wind aus wechselnden Richtungen, Temperaturen durchschnittlich, gelegentlich Regen..."
Zwei Tischler entdeckten die seltsame Ästhetik des Chaos nach dem Sturm. Davon angeregt entstehen vor Ort mit der Kettensäge und Holzschnitzwerkzeug gestaltete Skulpturen. Die Landschaft bekommt ein neues Leben.


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Darstellende Kunst

Jury: Jörg Mihan, Tina Weiler, Marko Pfennig, Tobias Ay

1. Platz
Marcel Kurzidim aus Doberschütz für das Solotheaterstück "A la carte"

Autor, Regisseur und Spieler in einer Person! Mit genauer Beobachtung, szenischer Phantasie und darstellerischem Humor in der Tradition seriöser Komiker wechselte er geschickt von Situation zu Situation, von Figur zu Figur. Marcel Kurzidim hat uns ein Stück Welt gezeigt.

2. Platz
die Tanzgruppe der Musik- und Kunstschule "Ottmar Gerster" Borna für das Tanztheaterstück "WahnSinn"

Sensibel, unaufdringlich, bezaubernd, in einer eigenen Sprache. Die überzeugendste Darstellung für das Thema Wahnsinn!

3. Platz
das Jugendtheaterprojekt des Theatriums aus Leipzig für das Theaterstück "Mr. Sprit und Marie-Hanna"

In ihrem selbstgeschriebenen Stück "Mr. Sprit und Marie-Hanna" beschäftigt sich die Theatergruppe "Theatrium" auf berührende, aber dennoch humorvolle Art und Weise mit dem Thema Drogenmissbrauch. Sie beeindruckten besonders durch ihr frisches, sympathisches Spiel, ihre unverbraucht-unkonventionelle Herangehensweise an ein oft verarbeitetes Thema sowie durch den Verzicht auf einen allgegenwärtig-erhobenen Zeigefinger. Ebenso wird hiermit der enorme Aufwand eines abendfüllenden Theaterstücks gewürdigt.

lobende Erwähnung
die Gruppe Atonor aus Leipzig/Markleeberg für den Beitrag "Vorsicht! 87,3 Kilo Ohm" (experimentelle Musik)

"Das komponieren von Werken für präparierte Alltagsgegenstände ist die eine Sache, eine andere jedoch ist das Bedienen dieser Gegenstände bzw. das Umsetzen derartiger Kompositionen auf solchen Gegenständen. Ein Lob geht deshalb an die Gruppe "ATONOR" mit dem Beitrag "Vorsicht! 87,3 Kilo Ohm" für eine überzeugende und souveräne musikalische Performance."

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Medien

Jury: Maik Bieleke; Luc-Carolin Ziemann; Birgitta Kowsky

1. Platz
Maria Madei und Benjamin Gaum aus Leipzig für den Film "Die Geschichte des Herrn Zet"

"Es hat uns wirklich außerordentlich beeindruckt und erstaunt, was zwei Menschen in einem Fahrradkeller aus einem Stapel Altpapier und einer überzeugenden Idee entwickeln können. Entstanden ist ein Film, der sich des Themas Wahnsinn.Leben auf eine sehr komplexe, philosophische und ästhetisch differenzierte Art und Weise annimmt.
Die konsequente Umsetzung der Idee, die herausragende schauspielerische Leistung und der adäquate Einsatz verschiedener Animationstechniken machen aus "Die Geschichte des Herrn Zet" einen außergewöhnlichen Film, der uns rundheraus überzeugt hat!"

2. Platz
Freya Schork aus Chemnitz für die eingereichten Fotografien

"Der zweite Preis geht an eine Teilnehmerin in der Kategorie Fotografie, deren Bilder uns sowohl einzeln als auch in ihrer Gesamtheit überzeugt haben. Wir als Jury waren uns einig, dass sich die Fotos durch ein außergewöhnlich hohes Maß an Authentizität und Experimentierfreude auszeichnen. In jeder einzelnen Arbeit von Freya Schork sahen wir das Potential für den Beginn einer eigenständigen Serie. Wir freuen uns auf die Fortsetzung!"

3. Platz
Die Hanfhasen der Kulturwerkstatt KAOS Leipzig für den Multimediabeitrag "Sockes Alltag"

"Wir vergeben den dritten Preis an einen Beitrag, der uns durch seinen Witz, den kreativen Einsatz von Fotos und die gelungene Umsetzung als interaktives Spiel beeindruckt hat. Schöner kann man das alltägliche Hin und Her zwischen Langeweile und pubertärem Wahnsinn nicht darstellen!Das Gespräch mit den Erziehungsberechtigten der Hanfhasen steht zwar noch aus, aber den Preis für den Beitrag "Sockes Alltag" überreichen wir gern sofort!"

lobende Erwähnungen
die Gruppe "pfandfrei" des Immanuel-Kant-Gymnasiums Leipzig für die Performance "wortgefeucht"

"...die ungewöhnliche Verarbeitung ihrer Lebensrealität fand im Rahmen einer Performance ihren gelungenen Ausdruck"

Julia Werth und Katharina Schönfeld aus Glauchau für die Fotografie "Marionettenstrom"

".... für eine stimmige Umsetzung des Themas und eine gelungene Kombination von Lyrik und Fotografie."

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Literatur

Jury: Ingo Colbow, Undine Materni, Richard Vetters

1. Platz
Anna-Sophie Jürgens für das Reisetagebuch "Vom Bommel - zum Winterwunderland. Einmal doppelquer durch China und Russland"

PDF Leseprobe: Vom Bommel - zum Winterwunderland

Hier ist zweifellos ein Stück erstaunlicher Literatur entstanden - ein Reisetagebuch: geschrieben mit großer Sachkenntnis, genauen Beobachtungen und einer unverwechselbaren, expressiven Sprache. Der Leser kann nur schwer der Versuchung widerstehen, sofort in die Transsibirische Eisenbahn zu springen um den Baikal so zu sehen, wie ihn die Autorin beschreibt...

2. Platz
Irene Keller und Josephin Hartung aus Borsdorf für das "Tagebuch eines 17jährigen Mädchens"

Das "Tagebuch einer 17-jährigen" von Josephin Hartung und Irene Keller besticht durch seine konsequente Konstruktion und die Schnörkellosigkeit, mit der die beiden AutorInnen ihre Absicht umsetzen. Wissend um den Mangel einer verfügbaren eigenen Literatursprache entschieden sie sich für eine Form, die es erlaubt, ein Fenster in die Welt Siebzehnjähriger zu öffnen, ohne Mythos und Stilisierung. Das Tagebuch trägt erstaunliche Züge der Echtheit und das Wagnis eines solchen Kunstgriffs wird damit hinreichend belohnt.

3. Platz
Andreas Ankert für die eingereichten Gedichte

Andreas Ankert besticht durch seine unkonventionelle Art und die Realitätsnähe in Prosa und Lyrik. Hinter den scheinbar leichten Texten entdecken wir das Leben eines Beladenen, das Leben eines Menschen, für den sich Sinnsuche und die Mühsal jeden gelebten Tages in einem eigenwilligen Zwillingsdasein verbinden. In alle seinen Texten hören wir ein leise gesprochenes 'Wozu' und ein laut vernehmbares Rufen nach dem 'Wohin'.

lobende Erwähnung
das Kooperationsprojekt mit körperbehinderten und nicht behinderten Schülern der A.-Schweitzer-Schule und der Marienbrunner Grundschule Leipzig und des Bleilaus-Verlages / Haus Steinstraße e.V. Leipzig für das Buch "Tote leben immer"

Es heißt: Kinder können sich den Tod, die Begrenztheit unseres Daseins nicht vorstellen. Dennoch erleben sie das Sterben: etwa den Tod der Großeltern, den Verlust geliebter Haustiere oder das plötzliche aber endgültige Verschwinden von Menschen aus der Nachbarschaft oder gar Schule...
Das Buch "Tote leben immer" erzählt uns etwas davon, wie Kinder mit Hilfe der Phantasie den Tod, das Gestorbensein verarbeiten und darüber schreiben. Mit Hilfe der Phantasie - dabei aber bei voller Bodenhaftung, diesseitig und hier und da mit einem Schuss Verschmitztheit und liebenswürdiger Ironie. Dafür möchte die Jury diesem Projekt eine lobende Anerkennung erteilen.

Sonderpreis des Sächsischen Ministerpräsidenten

"Der Sonderpreis des Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, gesponsert vom DRESDNER Kulturmagazin, wurde von der Jury vergeben an:

Voiceband "An-ma-fra-ka Al-ma-ni" aus Zittau (7 Schülerinnen der Mittelschule am Burgteich Zittau) für den Beitrag "GANZ MAL ANDERS WAS"

Es ist ein mutiges, genre- und grenzüberschreitendes Projekt, entstanden in einer Region, mit der man eher Osterbräuche und Umgebindehäuser in Verbindung bringt und der gerne nachgesagt wird, dass dort nur noch Alte und Arbeitslose wohnten.

In einem Zeitalter von Voicemail widmen sich die jungen Frauen der Voiceband mit entdeckerischer Lust eigenwillig, mehrstimmig und rhythmisch "altmodische" Gedichte zu rezitieren.

Dass dabei eine ungemeine Spielfreude spürbar wird, zeichnet für die Sonderjury diesen Beitrag von "An-ma-fra-ka Al-ma-ni" aus."

Hintergrund des Sonderpreises des Ministerpräsidenten:

Mit dem Sonderpreis möchte die LKJ Sachsen ein Werk auszeichnen, hinter welchem unabhängig vom Genre eine besondere Leistung in Bezug auf die Entstehung des Werkes zu erkennen ist oder dass durch die Auseinandersetzung mit einem besonders brisanten Thema und/oder durch eine besonders originelle oder authentische Umsetzung hervorsticht. Die künstlerische Qualität soll dem nicht zwingend nachstehen, aber auch nicht ausschlaggebend Voraussetzung sein. Der Sonderpreis kann nur an eine Gruppe vergeben werden.

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Impressionen der Veranstaltung



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